Burghard Pieske: Bounty Bay

Bounty Bay. 5000 nasse Meilen im Pazifik. Auf den Spuren von Captain Bligh Book Cover Bounty Bay. 5000 nasse Meilen im Pazifik. Auf den Spuren von Captain Bligh
Burghard Pieske
Reisebericht, Klassiker
Delius Klasing
1999
Gebundene Ausgabe
304

Allein auf dem Ozean, dort wo er besonders wild und einsam ist und die Wellen so hoch gehen wie nirgendwo sonst, das Boot dazu winzig und völlig offen. 1998 hat sich das zugetragen. Burkhard Pieske, berühmter Segelabenteurer und gerade noch im nachgebauten Wikingerschiff nordwärts unterwegs, segelt diesmal im Kielwasser einer legendären seemännischen Leistung. Deren Anfang kennt übrigens jeder aus dem Kino: Die Meuterei auf der Bounty. Der Kommandant, William Bligh, wird von den Meuterern im Beiboot ausgesetzt. "Recht geschieht ihm", denkt der Kinobesucher, "warum war er auch so grausam zu seinen Leuten."

Was der Film nicht mehr zeigt: Bligh (im richtigen Leben übrigens keineswegs grausam) gelingt es, das Schifflein mit 18 darin zusammengepferchten Männern wohlbehalten 5.000 Meilen über den Pazifik zu segeln. Heute klingt das fast unglaublich. Abenteurer Pieske reizt es, das nachzumachen.

Eine Premiere: Zum ersten Mal ist er allein unterwegs. Und fast scheint er daran zerbrochen zu sein. Neuntausend Kilometer in einer nassen Wanne, die 24 Stunden am Tag verrückt auf und ab saust wie ein Fahrgeschäft auf dem Rummel. Er weiß bald und schreibt es auch: Nie wieder! Dass er das schreibt und überhaupt über alles spricht, was ihm durch Kopf, Herz und Seele wandert auf diesem einsamen Egotrip am Ende der Welt, macht das Buch so spannend.

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